Josephine Baker – eine Ausstellung über die Ikone der 20er-Jahre

Am 18. Mai wird in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle eine Ausstellung eröffnet, an deren Katalog ich gerade als Übersetzerin mitwirken durfte. Zwei spannende Essays von Tracy Denean Sharpley-Whiting, einer feministischen Wissenschaftlerin an der Vanderbuilt University in Tennessee, und Barbara Tannenbaum vom Cleveland Museum of Art beleuchten unterschiedliche Facetten einer Ikone der Goldenen Zwanziger.

Sharpley-Whiting beschreibt in ihrem Beitrag die Rolle, die Women of Colour im Showbusiness der 20er-Jahre spielten, und schildert, warum die schillernde Karriere der Sängerin und Tänzerin Josephine Baker in Paris begann. Als 19-Jährige kam die talentierte Josephine aus dem mittleren Westen der USA nach Paris und schaffte es in wenigen Jahren vom einfachen Revuegirl zur Ikone einer ganzen Generation.

Foto: Paul Nadar, Public domain, via Wikimedia Commons
Cover Ausstellungskatalog

Die Freiheit in der französischen Hauptstadt, die zugleich das kreative Zentrum Europas war, prägte sie nachhaltig und ermöglichte ihr nicht nur künstlerisch, sondern auch privat manches, was in ihrer amerikanischen Heimat nicht möglich gewesen wäre. Sie war eng mit der LGBTQ-Community verbunden, wie Tannenbaum in ihrem Essay zeigt, und kämpfte Zeit ihres Lebens für Freiheit und Menschenrechte und gegen jeglichen Rassismus und Sexismus. Für ihre Lebensleistungen wurde ihr 2021 Frankreichs höchste Ehre zuteil: Sie erhielt einen Platz im Pariser Panthéon und ist damit endgültig unsterblich.

Ab Mai wird der Katalog „Josephine Baker – Freiheit, Gleichheit, Menschlichkeit“ auf der Homepage der Bundeskunsthalle erhältlich sein – und ich bin selbst schon gespannt auf die Ausstellung!


Link KAH: https://www.bundeskunsthalle.de/josephine-baker/publikation.html

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